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Atemwege

Schwellungsattacken im Mund oder Halsbereich (Kehlkopf) können lebensbedrohlich sein: Die Atemwege werden unter Umständen in weniger als 4 Stunden komplett verlegt und es droht Erstickungsgefahr.

Erste Anzeichen für ein entstehendes Angioödem im Kehlkopfbereich sind ein Fremdkörpergefühl im Hals, Probleme beim Schlucken (Dysphagie), eine Veränderung der Stimme bzw. Heiserkeit und später auch ein pfeifendes Atemgeräusch (Stridor).

Bei einem kompletten Verschluss der Atemwege hilft nur noch eine notfallmäßige Intubation oder eine Notfall-Tracheotomie (= Luftröhrenschnitt) bzw. Koniotomie (= Eröffnen der Atemwege in Höhe des Kehlkopfes).

Beim geringsten Verdacht auf eine Kehlkopfschwellung sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Auch ausgeprägte Zungenschwellungen können die Atemwege blockieren. Im Notfall wenden Sie sich bitte direkt an den Notdienst (Tel.: 112). Wenn bei Ihnen eine Bradykinin-vermittelte Angioödem-Form bekannt ist, sollten Sie die Ärzte/Sanitäter unbedingt informieren, damit sofort die richtige Behandlung eingeleitet werden kann. Tragen Sie am besten immer einen Notfallausweis bei sich.