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Vor dem Gang zum Arzt

So treten Sie Ihren Arztbesuch gut vorbereitet an!

Fragen beantworten

Notieren Sie Ihre Antworten auf folgende Fragen und zeigen Sie diese ihrem Arzt:

  • Leiden noch andere Familienmitglieder unter ähnlichen Krankheitszeichen?
  • Ist in Ihrer Familie irgendwann ein Fall mit Erstickungstod aufgetreten?
  • In welchem Alter sind die ersten Beschwerden aufgetreten?
  • Haben Sie bei einer Schwellungsattacke schon einmal Medikamente wie Kortison und Antihistaminika erhalten? Wenn ja, war die Behandlung erfolgreich?
  • Wie häufig treten die Schwellungsattacken auf?
  • Wie stark sind die Attacken?
  • Nach wie vielen Stunden ist die maximale Stärke der Schwellung erreicht? Wie lange dauern die Schwellungen an bzw. wann klingen sie wieder ab?
  • Haben Sie gelegentlich auch Magen-Darm-Beschwerden wie krampfartige Schmerzen, Erbrechen, Übelkeit oder Durchfall?

Medikamente auflisten

Machen Sie eine Liste aller Medikamente, die Sie derzeit einnehmen (auch solche, die nicht von Ihrem Arzt verschrieben wurden). Am einfachsten notieren Sie hierfür:

  1. den Namen des Medikaments,
  2. den Grund für die Einnahme,
  3. seit wann Sie das Medikament einnehmen und
  4. in welcher Dosierung es verabreicht wird (z. B. wie viele Tabletten am Tag?).

Notieren Sie bitte auch Medikamente, die Sie nicht regelmäßig einnehmen (z. B. Kopfschmerztabletten) und geben Sie hierbei an, wie häufig im Monat Sie das Medikament benötigen und wann Sie es zum letzten Mal eingenommen haben. Ihr Arzt wird sich besonders für folgende Fragen interessieren:

Bisherige Untersuchungsergebnisse notieren und mitbringen

Wenn bereits Untersuchungen durchgeführt wurden, um die Ursache Ihrer Schwellungsattacken zu finden, sollten Sie diese kurz (auf höchstens einer Seite) notieren (was wurde untersucht?, wann wurde untersucht?, mit welchem Ergebnis?). Befunde, die Ihnen vorliegen, sollten Sie Ihrem Arzt - der zeitlichen Reihenfolge nach sortiert - in Kopie mitbringen (die zuletzt durchgeführten Untersuchungen zuerst).

Schwellungskalender führen

Das Ausfüllen eines Schwellungskalenders kann helfen, den Verlauf der Angioödeme besser zu verstehen und deren Auslöser und Ursachen zu finden, vor allem, wenn noch nicht klar ist, um welche Form des Angioödems es sich handelt
Nehmen Sie sich im Fall einer Attacke ein paar Minuten Zeit und schreiben Sie auf, wann Sie Beschwerden hatten und wie sich die Beschwerden genau geäußert haben. Notieren Sie außerdem, was dem Auftreten der Beschwerden vorausging: Was haben Sie in den letzten Stunden gegessen/getrunken? Haben Sie sich aufgeregt oder angestrengt? Waren Sie drinnen oder draußen? Welcher Beschäftigung sind Sie vor dem Auftreten der Beschwerden nachgegangen? Waren Sie zu dem Zeitpunkt erkältet oder hatten eine andere Infektionskrankheit? Welche Medikamente haben Sie zu dieser Zeit bzw. vorher eingenommen?

Hautveränderungen fotografieren

Angioödeme treten nicht täglich auf. Deshalb kann es sinnvoll sein, dass Sie sichtbare Schwellungen und andere Hautveränderungen fotografieren (lassen). Mithilfe Ihrer Bilder kann der behandelnde Arzt die Beschwerden besser einordnen. Achten Sie beim Fotografieren der Hautveränderungen darauf, dass diese möglichst so aussehen "wie in echt". Gute Lichtverhältnisse (schräg einfallendes Tageslicht, kein Blitz, kein Neonlicht), ein ausreichender Abstand (mindestens 30 cm) und ein dunkler Hintergrund (z.B. einfarbiges Bettlaken) sind hierbei hilfreich.