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Urlaub und Reisen

Das Histamin-vermittelte Angioödem ist ein in aller Welt bekanntes Krankheitsbild, für das fast überall Notfallmedikation verfügbar ist.

Wer von einer der seltenen, Bradykinin-vermittelten Angioödem-Form betroffen ist, hat häufig Angst vor Urlaubsreisen: Es herrscht Unsicherheit, ob die örtliche Veränderung möglicherweise Attacken auslöst und ob vor Ort im Reiseland überhaupt der richtige Arzt zu finden ist. Solche Sorgen sind meist unbegründet, wenn man die richtigen Vorkehrungen trifft und ein paar Regeln beachtet. Dazu gehören folgende Punkte:

  • Suchen Sie ein geeignetes Reiseland mit einem gut verträglichen Klima aus. Reiseziele mit extremen Wetterumschwüngen sollten Sie meiden.
  • Nehmen Sie einen ausreichenden Vorrat an Medikamenten mit.
  • Verstauen Sie Notfallmedikamente im Handgepäck.
  • Lassen Sie sich von Ihrem betreuenden Arzt (bzw. dem betreuenden Zentrum) ein Attest in der Landessprache (mindestens aber in Englisch) ausstellen.
  • Fordern Sie rechtzeitig eine Zollbescheinigung von Ihrem betreuenden Zentrum an. Eine solche Bescheinigung wird oft benötigt, wenn Sie Injektionsutensilien mit sich führen (diese könnten sonst mit "Drogenutensilien" verwechselt werden).
  • Schreiben Sie wichtige Telefonnummern Ihres Arztes oder des betreuenden Zentrums auf.
  • Nehmen Sie Ihren mehrsprachigen Notfallausweis mit und denken Sie auch an Ihren Schwellungskalender.
  • Direkt nach der Ankunft sollten Sie den Notarzt und ein Krankenhaus vor Ort ausfindig machen.
  • Lagern Sie Ihre Medikamente sicher und kühl (nicht über 25 Grad Celsius).
  • Schützen Sie sich – soweit möglich – vor Infektionen und Verletzungen. Diese können unter Umständen die Auslösung einer Schwellungsattacke begünstigen.