Histamin-vermittelte Angioödeme

Histamin-vermittelte Angioödeme

Histamin-vermitteltes Angioödem mit Quaddeln

Angioödeme werden oft im Rahmen allergischer oder allergieähnlicher Reaktionen beobachtet. Typischerweise gehen diese Schwellungen mit dem Auftreten von Quaddeln und Juckreiz (Urtikaria bzw. "Nesselsucht") einher (siehe auch www.urtikaria.net).

Bei einer allergischen Reaktion setzt der Körper den Botenstoff Histamin frei. Das Histamin bewirkt unter anderem, dass die Gefäßwände vorübergehend durchlässiger werden und Flüssigkeit aus dem Blutgefäß in das umliegende Gewebe gelangt: Es entsteht eine Schwellung. Histamin führt außerdem zur Weitstellung der Blutgefäße, was eine Hautrötung erzeugt. Die allergiebedingten Angioödeme werden deshalb als Histamin-vermittelte Angioödeme bezeichnet.

Histamin-vermittelte Angioödeme können aber auch Ursachen haben, die nicht wirklich allergischer Natur sind, sich aber wie Allergien äußern. Solche Reaktionen entstehen zum Beispiel im Rahmen von Infekten, Unverträglichkeitsreaktionen (oft ausgelöst durch Medikamente wie Aspirin und ähnliche Schmerzmittel) und Autoimmunreaktionen (= krankhafte Reaktion des Immunsystems gegenüber körpereigenem Gewebe) oder werden durch andere, oft unspezifische Auslöser (z. B. Anstrengung) verursacht.

Manchmal lässt sich die Ursache für wiederkehrende Histamin-vermittelte Schwellungsattacken nicht oder nur unvollständig klären – trotz sorgfältiger Untersuchungen. In diesem Fall spricht man von einem idiopathischen Angioödem (= Angioödem unbekannter Ursache).

Histamin-vermittelte Angioödeme sprechen gut auf eine Behandlung mit Antihistaminika, Kortikosteroiden (Kortison) und Adrenalin an. Weitere Informationen rund um das Thema Histamin-vermittelte Schwellungen finden Sie auf www.urtikaria.net oder www.allergie-centrum-charite.de.